Frequently Asked Questions - FAQ

FAQ

SIE fragen, WIR antworten

 

Hallo zusammen,


Sie interessieren sich für die Aktion Dreikönigssingen in Hünfelden, haben aber noch einige Fragen dazu? Kein Problem! Im Folgenden haben wir schon die wichtigsten Fragen für Sie beantwortet. Sollten Sie noch weitere Fragen haben, können Sie sich gerne unter „Kontakt“ bei uns melden.

 

Als Sternsinger bezeichnet man eine Gruppe von Menschen – meist Kindern-, die rund um den 06. Januar als die Heiligen Drei Könige verkleidet von Tür zu Tür ziehen, Häuser und Wohnungen segnen und Spenden für Not leidende Kinder in der ganzen Welt sammeln.

Jedes Jahr sind dies alleine in Deutschland circa 300000 Kinder, die bspw. im Jahr 2015 45,5 Millionen Euro gesammelt haben. Aber nicht nur in Deutschland, sondern in einigen Ländern laufen die Sternsinger um armen Kindern weltweit zu helfen.

Dabei profitieren nicht nur die Kinder in den Projekten im jährlich wechselnden Beispielland vom Einsatz der Sternsinger. Straßenkinder, Aids-Waisen, Kindersoldaten, Mädchen und Jungen, die nicht zur Schule gehen können, denen Wasser und Nahrung fehlen, die in Kriegs- und Krisengebieten, in Flüchtlingslagern oder ohne ein festes Dach über dem Kopf aufwachsen – Kinder in mehr als 100 Ländern der Welt werden jedes Jahr in Projekten betreut, die mit Mitteln der Aktion unterstützt werden. Heute ist das Sternsingen die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder.

Bei der Sternsingeraktion sind alle Kinder herzlich willkommen – egal welcher Religion sie angehören, natürlich auch die Kinder, die gar keiner Religion angehören. Das Alter der Kinder ist ebenso freigestellt. In Hünfelden haben 2016 und 2017 bereits schon 3 Jährige an der Aktion teilgenommen, ab 16 Jahren darf man als Gruppenleiter mitlaufen. Wollen die Kinder bei der Sternsingeraktion mitmachen, sollten sie den eigentlichen Sinn der Aktion verstehen können und anderen Menschen während der Hausbesuche erklären können. Wir freuen uns über alle, die bei der Aktion Dreikönigssingen mitmachen.

Die Sternsinger schreiben bei den Hausbesuchen mit gesegneter Kreide den Segen über die Türen ´20*C+M+B+17´. Dabei steht die 20 und 17 für die Jahreszahl, der Stern für den Stern über Bethlehem, dem die Weisen aus dem Morgenland gefolgt sind und die drei Kreuze für den dreifaltigen Gott (Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes). C+M+B stehen für die lateinischen Worte „Christus Mansionem Benedicat“- Christus segne dieses Haus.

Mit dem gesammelten Spendengeld werden jährlich mehr als 2000 Projekte weltweit für notleidende Kinder unterstützt. Eine Vergabekommission prüft und bewilligt dafür Projektanträge aus aller Welt. Mit dem jährlich wechselnden Beispielland, soll den Sternsingern die Situation der Kinder aufgezeigt werden. Allerdings werden mit dem gesammelten Geld alle Projekte weltweit unterstützt und nicht nur das Beispielland.

 

Jeder Gruppenleiter einer Sternsingergruppe in Hünfelden hat einen Ausweis, der von der katholischen Kirche St.Marien ind Kirberg abgestempelt und unterschrieben ist. Mit dem Stempel der Pfarrei gelten die Sternsinger als die „echten“ Sternsinger.

Veranstalter der Aktion vor Ort ist die Pfarrei St. Marien Kirberg. Die Sternsinger und ihre Begleiter sind während der Aktion Dreikönigssingen ehrenamtliche Mitarbeiter der Pfarrei und so auch während des Sternsingens über die sogenannte Sammelversicherung der jeweiligen Diözese versichert. Sollte etwas passieren, gilt folgendes: Bitte so bald wie möglich den verantwortlichen Pfarrer und das Pfarrbüro St. Marien Kirberg informieren. Hier gibt es dann auch weitere Hilfe. Zu beachten sind die Regeln der Aufsichtspflicht und der Haftpflicht: Alle Leiterinnen und Leiter von Kinder- und Jugendgruppen tragen Verantwortung für die Kinder und Jugendlichen, die sie beaufsichtigen.

(Quelle : www.Sternsinger.de)

Nein, eine Erfindung sind die Heiligen Drei Könige nicht! Es ist richtig, dass in der Bibel nicht von Königen die Rede ist, dafür von Sterndeutern, aber die Geschichte ist klar erklärt.

Wer waren denn die Sterndeuter?

Sterndeuter gab es schon vor drei- bis viertausend Jahren. Es waren sehr gelehrte und weise Männer, die den Lauf der Sterne erforschten und deuteten. In Persien wurden sie auch Magier genannt. An den Königshöfen übten sie damals großen Einfluss auf die Entscheidungen und Urteile der Herrscher aus. Sie waren nämlich in der Lage, den Stand der Sterne, aber auch Sonnen- und Mondfinsternisse mit großer Genauigkeit vorauszusagen.

Wie viele Sterndeuter waren es, die nach Bethlehem kamen?

Wie viele Sterndeuter nach Bethlehem kamen, wissen wir nicht. Auf alten Bildern sind vier Magier zu sehen, auf dem ältesten uns überlieferten Bild nur zwei. In einigen frühchristlichen Kirchen sind einmal sogar zwölf Magier zu sehen. Der Kirchenlehrer Origenes (185-254) spricht zum ersten Mal von drei Magiern, wohl wegen der drei Gaben: Gold, Weihrauch und Myrrhe

Warum schenkten sie Gold, Weihrauch und Myrrhe?

Für die Sterndeuter war der Messias Gott und König. Darum brachten sie ihm entsprechende Geschenke: Gold für den König, Weihrauch für Gott und Myrrhe für den sterblichen Menschen. Schon im 2. Jahrhundert wurden die Geschenke als Symbole für die Person Christi verstanden: Er war König, Gott und Mensch.

Warum wurden aus den Sterndeutern Könige?

Im 6. Jahrhundert wurden aus den Sterndeutern Könige. Man nahm an, dass nur Könige Königsgeschenke überreichen können. So las man es auch in den alten Weissagungen der Bibel über das Kommen des Messias: „Die Könige von Tharsis werden Geschenke opfern; die Könige von Arabien und Saba werden Gaben darbringen ... es werden ihn alle Könige der Erde anbeten, alle Völker ihm dienen.” Auf Bildern sind die Magier seit dem 10. Jahrhundert als Könige dargestellt.

Was bedeuten die Namen?

In der Bibel werden die Namen nicht genannt. Sie tauchen erst im 6. Jahrhundert auf: Melichior, Bithisarea und Gathaspa. Es dauerte 300 Jahre, bis daraus die heute bekannten Namen Caspar, Melchior, Balthasar wurden.– Caspar bedeutet Schatzmeister (persisch). Er soll Weihrauch zur Krippe gebracht haben.– Melchior heißt: König des Lichtes (hebräisch). Er trug das Gold zur Krippe.– Balthasar bedeutet in der aramäischen Sprache: Gott schütze das Leben des Königs. Er brachte die Myrrhe.

Warum wurden die Drei Könige als Heilige verehrt ?

Die Sterndeuter-Könige sind sicher Vorbilder für jeden Christen. Sie brachten den Mut auf, sich auf den Weg zu machen. Sie vertrauten dem Stern und waren die ersten Heiden, die an der Krippe niederknieten. Das Fest der Heiligen Drei Könige am 6. Januar heißt eigentlich Epiphanie, d.h. das Aufscheinen Gottes vor allen Völkern; sie waren in den Königen vertreten, die dem einen Herrn der Welt huldigten. Ihre Verehrung erlebte im 9. Jahrhundert in Mailand einen Höhepunkt. Als dann die Gebeine der Heiligen nach Köln überführt und in einem goldenen Schrein beigesetzt wurden, zogen die Gläubigen in großen Scharen dorthin; seine wundertätige Kraft galt als grenzenlos. Kranke berührten ihn und hofften auf Heilung. Von Köln aus breitete sich die Verehrung der Heiligen Drei Könige über ganz Nordeuropa aus. Sie wurden die Patrone der Wallfahrer und Wanderer. Auf den Wallfahrtswegen entstanden viele Gaststätten mit den Namen, „Drei Könige”, „Stern” oder „Mohr”.